Wer geht warum in die Oper? Sozialstruktur und Motive des Opernbesuchs

  • Die empirische Kultursoziologie und die neuere Sozialstrukturanalyse haben in beeindruckender Weise die Sozialstruktur der Konsumenten von kulturellen Angeboten, insbesondere der Hochkultur beschreiben können. Ausgespart bleibt an dieser Stelle aber häufig die Erklärung für diese spezifische Zusammensetzung des Publikums. Der Aufsatz macht deutlich, dass man die Sozialstruktur des Opernpublikums sehr gut durch unterschiedliche Besuchsmotive erklären kann. Während eine Präferenz für Opernmusik und eine Identifikation mit der Oper für alle Besucher relevant ist, zeigt sich, dass höher gebildete Personen stärker über die soziale Anerkennung durch andere Personen in ihrem sozialen Netzwerk motiviert sind. Ältere Befragte sind im Gegensatz dazu stärker durch die normative Distinktion zum Opernbesuch motiviert. In diesen Ergebnissen wird deutlich, dass unterschiedliche Bevölkerungsgruppen tatsächlich verschiedene Motive für den Opernbesuch haben. Eine Clusteranalyse legt eine Unterscheidung zwischen vier Typen von Opernbesuchern nahe, die sich in Sozialstruktur und Besuchsmotiven unterscheiden.

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Metadaten
Author:Jörg Rössel, Michael Hoelscher
URL:https://doi.org/10.1007/978-3-658-12926-2_9
ISBN:978-3-658-12925-5
Parent Title (German):Oper, Publikum und Gesellschaft
Publisher:Springer VS
Place of publication:Wiesbaden
Editor:Reuband Karl-Heinz
Document Type:Article
Language:German
Date of Publication (online):2018/02/19
Publishing Institution:Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften
Release Date:2018/02/19
Reviewed Document?:Nein
Online-Document?:Ja
Pagenumber:241-258
Documents ordered by chairs:Lehrstuhl für Hochschul- und Wissenschaftsmanagement (Univ.-Prof. Dr. Michael Hölscher)
Access Rights:Frei zugänglich
Licence (German):License LogoUrhG – es gilt deutsches Urheberrecht